verspätete fotos zum freitag

Montag, 02.12.2013

soldatenfriedhof Wald Wald Wald Pause in Ort....  ebbe Crêpe!!! ausblick bout d'europe ausblick

SEMINAR--Freitag

Samstag, 30.11.2013

An diesem Tag hieß es leider nicht „Ausschlafen“. Schon um 8:15 Uhr fuhr unser Bus ab. Die erste Station unserer Tagestour sollte ein Soldatenfriedhof sein. Dort bekamen wir eine kleine Führung. Da ich mittlerweile mehrere Friedhöfe dieser Art gesehen habe, finde ich solche Besichtigungen nicht mehr sehr interessant...aber was soll's... am Ende zündete jeder mit einem Partner eine Kerze an, wir stellten und im Kreis um einen großen Grabstein auf und dachten für eine Minute (still) an die Opfer.

Unser nächstes Ziel war der sagenumwobene Wald „Forêt Domaniale de Huelgoat“. Der Legende nach sollte sich dort vor langer langer Zeit König Arthur aufgehalten haben und der Wald soll auch Heimat der Feen sein.

Das besondere am „Forêt Domaniale“ ist, dass dort überall riesige runde Steine liegen (ein Riese soll die dort hingelegt haben). Wir mussten uns also regelrecht durch den Wald klettern – unter Steine, über Steine, zwischen Felsspalten hindurch--.Das war cool ;) .Die Landschaft war super schön!

An einer Stelle führte ein schmale Metallleiter extrem steil an einen Stein hinunter. Wenn man dann Felsvorsprüngen und winzigen Trampelpfaden folgte, gelangte man zu einer Grotte („La Grotte du Diable“). Wir durften nur in Sechser-Grüppchen dort hinuntersteigen. Als ich dann endlich (mit der vorletzten Gruppe) unten ankam, war ich (muss ich ehrlich zugeben) etwas enttäuscht. Alle Leute vor mir haben uns vorgeschwärmt, wie toll doch die Grotte sein soll....Naja...für mich waren das ein paar Steine unten, ein paar Steine über mir, dazwischen ein/zwei große Löcher und ein Rinnsal aus Dreckwasser...Zudem war es fast stockfinster, sodass man so wie so nur sehr wenig in der Grotte erkennen konnte. - tant pis! -

Nach einer zweistündigen Wanderung, legten wir unsere Mittagspause (halbe Stange Baguette, Käse, Tomaten, Gurke, Joghurt, Orange) ein.

Danach fuhren wir mit dem Bus weiter Richtung Westen der Bretagne. Wir machten Halt in einer kleinen Stadt (keine Ahnung wie die hieß) mit Hafen. Es war gerade Ebbe und alle Boote lagen auf dem Sand. Das war ein sehr schöner Anblick!

 

Im Bus, bevor wir unsere Wanderung durch den Wald antraten, kam Claude bei jedem vorbei, um zu fragen, ob wir lieber Tee, Kaffee oder eine heiße Schokolade haben wollen. Wir hatten natürlich keine Ahnung, wann oder wo wir die Getränke bekommen würden. So mutmaßten wir die ganze Zeit, während der Wanderung, ob wir wohl zum Mittagessen oder einfach als kleine „Zwischedurchpause“ unsere Schokolade genießen dürfen...Leider nicht, wie sich ja herausstellte...

Doch in dem kleinen Ort, in dem wir dann ankamen, überraschten uns Anne und Claude. Wir kehrten in ein Café ein!!! Dort bekamen wir schließlich tatsächlich alle unsere bei Claude bestellten WARME Getränke und zu guter Letzt sogar ein Crêpe!!! Das war eine unbedingt notwendige Pause für uns. Es war mal wieder arschkalt draußen, sehr windig und ab und an etwas regnerisch.

Leider blieben wir nicht lange in dem Café, sonder brachen gleich auf, nachdem jeder sein Crêpe genussvoll vertilgt hatte.

Kurze Zeit später (es war mittlerweile schon Abend geworden) befanden wir uns am „bout d'Europe“ (= Ende Europas), so zu sagen der westlichste Punkt Frankreichs. Vor uns erstreckte sich das dunkle Meer. Der Himmel war bewölkt und die untergehende Sonne strahlte die dichten Wolken in wunderschönen Orangetönen an. Wir machten sofort tausend Aufnahmen von dem tollen Anblick :)

Danach fuhren wir schlussendlich zurück zum Schloss, um Abendbrot zu essen. Am Abend feierten wir noch Hagens Geburtstag (Mitternacht). Die Jungs machten Stripties... ;)

 

SEMINAR --Donnerstag

Dienstag, 26.11.2013

Gegen 8:30 Uhr gab es Frühstück. Danach hatte jeder von uns ein Einzelgespräch mit Anne, Claude oder Elsie (Betreuer vom ICE) auf der Basis des Fragebogens, den man uns geschickt hatte und den wir mit unserem Tutor ausfüllen sollten.

Bis zum Mittagessen hatte jeder Freiwillige sein Einzelgespräch hinter sich. Dann fuhren wir zusammen mit einem Bus zu einer Fabrik, die Nahrungsmittel aus Algen herstellt ("Algoplus"). Wir nahmen an einer Führung teil (über Algenernte, Verarbeitung, Algensorten, Nahrungsmittel) und durften Algenpastete probieren (auf Algenbrot) und konnten am Ende in dem Shop Tee, Seife, Shampoo, Gewürze, Pasteten, Aufstriche, Eingelegtes, Brot,...-alles mit Algen!- kaufen. Den Besuch fand ich sehr interessant.

Der nächste Punkt unseres Tagesablaufs wurde als „bretonische Tradition entdecken“ betitelt. Das war natürlich sehr schwammig ausgedrückt und keiner wusste, was auf uns zu kommen sollte, als wir (nach einer ¾ Stunde St. Pol-de-Léon- Stadt-Erkundung) auf einen großen Flachbau zugingen. In der Eingangshalle dämmerte den Ersten von uns, um was es sich hierbei evtl. handeln könnte. An einer Pinnwand waren zwei Plakate befestigt, beide zum Thema Tanz. Wir wurden in einen riesigen Saal geführt und mit Dudelsackmusik begrüßt. Wir sollten bretonische Traditionstänze erlernen! Für 2 Stunden! Neben unserer ICE-Gruppe, machten auch mehrere ältere Leute bei dem Kurs mit. Mit Dudelsack-Saxophon- Akkordion-Gitarren-Musik (live!) tanzten wir mindestens über 15 verschiedene Tänze (mit Partner, im Kreis, Partnerwecksel,...). Am Anfang lernten wir erst die etwas leichteren Choreografien. Bei den späteren Tänzen machten sich dann die echten Könner unter uns bemerkbar (eigentlich alle der älteren Leute). Ab und an musste ich mit einem Mann tanzen, der voller Schwung und Leidenschaft dabei war, sodass er mich eher über die Tanzfläche schleuderte als führte. Claude hatte sich die einfachste Aufgabe während der zwei Stunden ausgesucht. Er stand die ganze Zeit in der Mitte unseres Tanzkreises, machte Fotos, nahm Videos auf und lachte sich ins Fäustchen (wegen vielen gescheiterten Tanzversuchen).

Alles in Allem war der Kurs aber extrem lustig und anstrengend!

Total geschafft kamen wir wieder pünktlich zum Abendessen zurück ins Schloss.

Nachdem uns Anne dann noch das Programm für den nächsten Tag verkündete, schauten wir gemeinsam zum Abschluss des Tages den Film „Astérix chez les Bretons“ im Salon an.

Alge am Stein gewachsen Algen St Pol-de-Léon St Pol-de-Léon

SEMINAR --Mittwoch

Sonntag, 24.11.2013

Wie schon angekündigt, begann am Mittwoch das Seminar meiner Organisation. Vor ein paar Wochen erhielt ich einen Brief mit den Zugfahrkarten für Hin- und Rückfahrt (die ich bezahlt bekam). Allerdings waren die Tickets nicht nur für mich. Die Karten waren für zwei Personen ausgestellt: für mich und für Chris.

Chris ist ebenfalls ein Freiwilliger vom ICE. Er war auch auf meinem Vorbereitungsseminar, hatte allerdings nicht sehr viel mit ihm zu tun gehabt. Er und ich wussten zwar jeder, das der jeweils andere in Lille arbeitet. Doch wir hatten zueinander keinen Kontakt. So verkündete ich ihm per Facebook gleich die frohe Botschaft auf Englisch (, denn Chris ist Rumäne und kann so gut wie kein Französisch, dafür fließend Englisch). Natürlich musste ich erst einmal mit ihm, um eine Nachricht zu schreiben, befreundet sein. Was sich als nicht ganz einfach erwies, da er einen sehr interessanten Namen in Facebook hat, sodass ich einige Zeit aufwenden musste, um ihn überhaupt zu finden....

Doch am Ende siegte die Geduld und Chris quittierte meine Nachricht mit gähnender Leere im Chatfenster. Glücklicher Weise besitzt Facebook aber die außergewöhnliche Fähigkeit, unter geschriebenen Nachrichten ein „gesehen“ erscheinen zu lassen, wenn der Empfänger die Mitteilung gelesen hat. Dementsprechend wusste ich also, dass auch Chris meine Botschaft „gesehen“ hatte. So weit so gut. Später schrieb ich ihm noch einmal, um mit ihm ein Treffen auszumachen. Ich schlug so gegen 9:50 Uhr am Bahnhof vor (der Zug fuhr 10:10 Uhr), mit dem Hintergedanken, dass Chris garantiert zu spät kommen wird und wir dann aber immer noch etwas Zeit hätten, den Zug zu erreichen. Mein Gedanke offenbarte sich als wahr und Chris kam genau 10 Minuten zu spät zu unserer Verabredung. Durch meine geniale Kalkulation saßen wir dann dennoch im Zug Richtung Paris Nord. Mit der Metro ging es weiter zum Bahnhof Montparnasse und von dort mit dem Zug nach Morlaix. Wie es der Zufall will, saß Lena (deutsche Freiwillige, gute Freundin von mir, vom ICE) direkt hinter uns im Zug. So verbrachte ich die vierstündige Fahrt mit Unterhalten, Schlafen und Musik hören...

Als wir Drei ausstiegen, trauten wir unseren Augen kaum. Vor uns standen Hagen, Dominik, Alena, Marie, Marie C. , Nora, Tim, Lea, Janne, Makbule, Pinar, Petar, Gabor, Rafael, Lars, Emilie, Emilie G., Pia, Sandra, Lili, Leonie, Jolande, Linus...und noch viele mehr. Alle sind in dem selben Zug gewesen wie Lena, Chris und ich. Nur in anderen Wagons. Zwei Mädchen kannte ich nicht, Sophia (eigentlich vom 1. Vorbereitungsseminar, Deutsche, arbeitet in der Arche in Ambleteuse, kennt Pia) und Tifanny (Französin, gerade erst zum ICE gekommen, sehr nett).

Zusammen stiegen wir in einen Bus und fuhren bis nach St. Pol-de-Léon. Dort warteten auch schon drei Minibusse auf uns. Wir wurde abgeholt und zu unserer Unterkunft, die man als „mysteriösen Ort“ in meinem Brief (mit den Zugtickets) beschrieben hat. Es war das „Château de Kersaliou“. Ein Schloss, in der Nähe der Stadt, mit Ausblick zum Meer. Toll!

Ich teilte mir ein Zimmer mit Magdalena, Pinar, Janne, Lena, Tifanny und Hedvy.

Nach dem Auspacken, Abendbrot und Begrüßungen, machten wir einen kurzen Spaziergang zum Strand (ca. 10 min. entfernt). Es war richtig schön! Der Mond war halb hinter den Wolken verborgen und beleuchtete das Meer mit seinem silbernen Schein. (- o.k. Ich gebe zu, dass war jetzt etwas kitschig -) Danach passierte nicht mehr so viel. Wir gingen alle (auch die Jungs!) relativ früh ins Bett, weil wir von der Reise k.o. waren.

 

Schloss Kersaliou Unterkunft - Kersaliou Aussicht vom Zimmer Aussicht Aussicht

Foyerswechsel

Dienstag, 19.11.2013

Insgesamt waren da jetzt alle Ereignisse, die in den letzten Wochen statt gefunden haben. 

Morgen werde ich mit dem Zug nach St. Pol-de-Leon fahren. Da liegt in der Bretagne an der Küste. Dort habe ich von Mittwoch bis Sonntag ein verpflichtendes Seminar meiner Organisation. Natürlich werde ich euch wieder darüber schreiben, wenn ich wieder da bin. Doch bis dahin müsst ihr euch gedulden ;)

Leon, der deutsch Freiwillige, der vor ca. vier Wochen in mein Foyer kam, wechselte gestern zum Foyer Tournesol (nicht in Wambrechies, sondern im Nachbarort Quenoise). Das ist nun seine neue Arbeitsstelle. Ich fand es schade, dass Leon gehen musste. Emma und ich sind sehr gut mit ihm klar gekommen. Es war nicht Leons Entscheidung, zum Tournesol zu gehen. Der einzige männliche Freiwillige, der im Tournesol arbeitete, war Matthieu (Franzose), und das jetzt schon für sein zweites Jahr. Damit er etwas mehr Abwechslung bekommt, sah man es für angebracht, dass Matthieu mit Leon das Foyer tauscht. Angesichts dieser Entscheidung fasste allerdings Matthieu den Entschluss, seinen Freiwilligendienst bei der Arche gänzlich abzubrechen! (Er saß die meiste Zeit nur vor seinem PC  im Tournesol --wahrscheinlich hatte er vor den vielen Aufgaben im Sarment Angst, die er sonst nicht in seinem Foyer machen musste... Zwinkernd )  

Dementsprechend sollte natürlich Leon auf jeden Fall zum Tournesol rüber, da ja dort ein Mitarbeiter fehlte....(Man braucht dort einen etwas durchsetzungsfähigen Mann, der sich gegen einen manchmal aggressiven Behinderten behaupten kann.)

So sind wieder Emma und ich die Freiwilligen im Sarment. Man hat uns gesagt, jetzt, nachdem Leon wechseln musste, sucht man nach einem weiteren neuen Freiwilligen für unser Foyer. Bevorzugt männlich und kein Deutscher (war Emmas und meine Idee, damit wir mit ihm Französisch sprechen müssen und nicht Deutsch-–ist nicht diskriminierend gemeint!).

Ich bin ja gespannt, ob die jemanden finden! ... kann sich aber bestimmt noch in die Länge ziehen...

Das waren die neusten Neuigkeiten. Die nächsten gibt es wieder in fünf Tagen.

LG

regionale Formation

Sonntag, 17.11.2013

Letzte Woche hatte ich von Mittwoch bis Freitag eine „regionale Formation“. Das bedeutet, dass alles Freiwilligen die in einer Arche im Norden Frankreichs sich treffen, um eine weitere Ausbildung zu erhalten...

Es gab/gibt zwei regionale Formationen. Ich wurde in die erste Gruppe mit Giulia und Mégane eingeteilt. Emma, Mona, Leon und Magalie werden nächste Woche dran sein.

Nachdem Mégane und ich noch schnell Einkäufe für Essen und Trinken für die Formation erledigt hatten, fuhren wir Drei am Mittwoch Morgen los. Der Ort, an dem unsere Ausbildung statt finden sollte, lag nur 15 min. von Wambrechies entfernt. Als wir dort ankamen, staunten wir nicht schlecht. Das Gebäude, in dem wir wohl für die Paar Tage unter gebracht werden sollten, war früher einmal ein Kloster gewesen und glich einem fast Schloss!

Wir waren die Ersten und wurden sogleich herzlich von den drei Betreuern begrüßt. Nach und nach trudelten auch die anderen (mir unbekannten) Freiwilligen ein, von unterschiedlichen Arbeitsstellen (Paris, Ambleteuse, ...), von unterschiedlicher Herkunft (Franzosen, Deutsche, Rumänen, Italiener, Spanier, Österreicher).

Auf einmal lächelten mir drei bekannte Gesichter entgegen. Nora, Marie und Charlotte waren auch gekommen!!!

Nach einem kleinen Willkommensgruß der Betreuer, sollten wir uns einen Partner suchen (den wir nicht kannten). Dann hatten wir 10 min. Zeit uns zu unterhalten und kennen zu lernen. Am Ende sollte man jeweils seinen anderen Partner vor allen andern (auf Französisch) vorstellen.

Danach ging ein Mann mit uns die Charta der Arche durch. Dafür wurden uns die Charta ausgeteilt (auf Frz.) und wir besprachen Absatz für Absatz die Charta in unseren Tischgruppen und gemeinsam...

Später gab es Abendbrot. Wir hatten noch eine Stunde Zeit uns etwas auszuruhen, dann ging es weiter. Mit Giulia und Mégane musste ich eine Präsentation über unsere Arche vorbereiten und dann natürlich vorstellen.

Am nächsten Tag erzählte eine Psychologin den ganzen Vor- und Nachmittag etwas über die Beziehung zwischen Freiwilligen und Behinderten, das Leben mit ihnen,....

Das war alles total interessant, aber leider auch sehr schwierig zu verstehen (aufgrund des speziellen Vokabulars, was dort angewendet wurde und des niveuvollen Themas) und irgendwann sehr anstrengen weiter zu verfolgen + ermüdend.

Zum Glück war dann für den Abend nichts weiter geplant, als eine 20 minütigen Spaziergang zu einem Restaurant zu machen und dort zu essen. :)

Am Freitag war Abreisetag. Wir packten also alle unsere Sachen und räumten die Zimmer (ich hatte übrigens ein Zimmer mit Nora geteilt). Doch bevor es wieder nach Hause ging, hörten wir uns noch Vorträge (wieder) über die Geschichte der Arche und dann (von einer anderen Frau) über „Simon de Cyrène“ an. Erst danach war Verabschieden angesagt.

Leider musste ich, als ich wieder im Foyer ankam, sofort wieder arbeiten :(

- was eigentlich etwas sinnlos war, weil ich nur irgendwo rum hing....-

Trotz den oft interessanten, aber dennoch anstrengenden Vorträgen, war die regionale Formation sehr schön. Ich konnte meine Freunde wieder sehen und habe sogar noch weitere nette Freiwillige (eine auch vom ICE, vom 1. Vorbereitungsseminar) und Pia, eine Österreicherin (arbeitet in der Arche in Ambleteuse) kennen gelernt.

 

Unterkunft - Kloster (vorne) Hinteransicht Ausblick von meinem Zimmer auf Garten

Fotos zu Paris

Mittwoch, 13.11.2013

unser Frühstück am Freitag Eiffelturm  Eiffelturm nochmal Eiffelturm Brücke Seine Sacre Coeur Aussicht von der Sacre Coeur erklärt sich von selbst Arc de Triomphe Disneyladen :)

Mein zweites freies WE

Mittwoch, 13.11.2013

Auch dieses Mal war ich in Paris (vom 01. – 03. November). Doch man erlebt immer etwas anderes, wenn man mit anderen Leuten unterwegs ist...Ich traf mich mit Janina (Janne), Makbule und Gergö am Pariser Nordbahnhof um 9:20 Uhr. Alle Drei habe ich während meines Vorbereitungsseminars kennen gelernt. Janne und Makbule (türkische Österreicherin) arbeiten in Saverne und geben Deutschunterricht. Gergö kommt aus Ungarn (sodass wir entweder nur auf Englisch oder Französisch untereinander kommunizieren konnten...Englisch war für mich anfangs extrem ungewohnt! – ich wollte die ganze Zeit Französisch sprechen) und sitzt in einem winzigen Dorf ohne Busverbindung fest...Daher ist es klar, dass er versucht jede Chance zu nutzen, die ihn aus seinem Örtchen bringt und etwas Abwechslung bringt :)

Wir hatten vor bei Nora (ebenfalls vom Vorbereitungsseminar, arbeitet in einer Arche-ähnlichen Einrichtung namens „Simon de Cyrène“ in Paris) zu übernachten. Sie hatte Makbule ihr Adresse geschickt. So machten wir uns frohen Mutes auf den Weg zu ihr. Es hieß, sie wohnte in der Avenue Victor Hugo. Dementsprechend suchten wir uns eine Metro und fuhren zur Station „Victor Hugo“. Wir liefen die Straße in beiden Richtungen ab, fanden aber die von Nora angegebene Hausnummer nicht! Mit unserem ganzen Gepäck waren wir schon etwas aus der Puste, als wir zu einem Informationsschalter an der Metrostation gingen und den Mann dort befragten. Wir zeigten ihm die Adresse und er machte uns gleich darauf aufmerksam, dass Nora nicht direkt in Paris in der Avenue Victor Hugo wohnt, sondern in dem Vorort „Clamart“ in einer gleichnamigen Straße. Klasse!, dachten wir uns. Den ganzen Weg umsonst gelaufen, umsonst ein Metroticket gekauft und hierher gefahren! Pech. Der Mann war ganz nett und druckte uns auf einem Blatt den Weg aus.

Ein zweites Mal fuhren wir mit der Metro, dann mit dem Zug und liefen noch (nachdem wir längere Zeit auf einem Fleck verbracht hatten, da wir nicht wussten, in welche Richtung wir am Besten gehen sollten) ca. 30 min., bis wir endlich Noras Hausnummer fanden. Wir klingelten und kurz darauf öffnete sich ein Fenster in der zweiten Etage. Noras Kopf schaute heraus und sie begrüßte uns freudig. Sie zeigte uns ihre Wohnung, die, wie wir feststellen mussten, nur aus einem Zimmer bestand, in sich ihr Bett, ein Schrank und die Küche befanden, und ein keines Bad. Niedlich ---für fünf – ach nein! Sechs Personen! Tim war nämlich auch da (Vom Vorbereitungsseminar, arbeitet in einer Arche in Toulon). Er trampte am Mittwoch ohne Geld auszugeben vom Süden Frankreichs nach Norden! Seine kleinen Geschichten, die er uns davon erzählte, waren auch nicht schlecht ;) -- er traf auf viele interessante Personen...Eine schenkte ihm sogar 10 Euro!

Jedenfalls machten wir uns nach einer kleinen Stärkung am späten Nachmittag wieder auf und fuhren ins Zentrum von Paris. Gergö wollte sofort zum Eiffelturm und zog uns alle mit sich. Er ist, was unbekannte, neue Länder/Städte angeht, ein totaler Tourist!!! Von überall und von jeder Sehenswürdigkeit musste er unbedingt ein Foto mit sich selbst haben (die hat er dann auch, kaum waren wir bei McDon, in facebook gestellt)...

Janne und Makbule waren wie Gergö auch noch nie in Paris gewesen. So besuchten wir am Freitag den Innenhof vom Louvre (ich schon zum 2.Mal), den Eiffelturm und ein Restaurant :), in dem auch Gerard Depardieu einmal gespeist hatte. Am Abend trafen wir Lilli (Ungarin, vom ICE) und ihren französischen, reiche Freund, den sie in Straßburg aufgegabelt hatte, als sie mit ein paar anderen Freunden ein Gruppenfoto machen wollte und sie ihn fragte, ob er ein Foto machen könnte....

und Nora brachte noch eine Freundin mit, Charlotte, die auch mit ihr im „Simon de Cyrène“ arbeitet (übers Rote Kreuz wie Giulia, die zwei kennen sich auch). Zusammen gingen wir in eine Bar und verbrachten den Abend auf den letzten freien Plätzen draußen, halb im Regen. Übrigens hatte so ab gegen 17 Uhr angefangen ohne Unterlass zu regnen. Meine Schuhe konnte man nur noch mit überfluteten Booten vergleichen, meine Regenjacke war trotz Regenschirm (Gott sei Dank hatte ich den mitgenommen!!!) an den Ärmeln durch und mir war eiskalt.

Circa um 2 Uhr waren wir wieder bei Nora. Sie musste am Samstag arbeiten und konnte daher erst am Abend wieder zu uns stoßen. Wir schauten uns die Sacre Coeur an, gingen in gefühlte tausend Souvenirläden shoppen und zeigten Gergö den Arc de Triomphe. Mit Marie (Freiwillige über ICE, die auch mit Nora + Charlotte arbeitet) suchten wir uns in irgend so einem Viertel eine Bar aus. Eine Treppe führte ganz nach unten in den Keller. Dort fanden wir Platz und unterhielten uns, warteten auf Nora, Tim, Remis (Franzose, arbeitet in „Simon de Cyrène“)und noch einen Franzosen...Der Cocktail, den Marie und ich jeweils bestellt hatten, war widerlich (ich weiß nicht, was die da zusammen gemischt hatten – das, was bei mir an zu viel Alk drin war, war bei Marie zu wenig, sodass sie eigentlich nur Wasser hatte) und im Keller wurde eine Geburtstagsparty von irgendjemanden gefeiert....

Von Zeit zu Zeit setzten sich zwei Franzosen, ein Mädchen und ein Junge, zu uns und fragten uns über unser Freiwilligen-Leben aus.

Ziemlich spät tauchten dann auch Nora, Tim, Remis und der andere auf...

Gegen 1 Uhr wollten die Drei in einen Club gehen. So verabschiedeten wir uns von ihnen und blieben noch ein bisschen bis 2 Uhr da. Schließlich waren alle Leute im Keller schon verschwunden, als wir erst zum Nachhauseweg aufbrachen. Das hatte auch seinen Grund, wie wir bald feststellten. Die Metro in Paris fuhr nur bis 1 Uhr. Das hieß für uns, dass wir nur noch mit dem Bus fahren konnten, um zu Noras Wohnung zu gelangen. Sie hatte uns extra den Schlüssel gegeben, damit wir, wenn wir früher als sie ankommen würde, schon rein kamen...

Das Problem war, dass Marie sich nicht in der Gegend, wo wir uns gerade befanden, aus kannte. Weder wusste sie, ob sich hier irgendwo eine Bushaltestelle befand, noch, wo wir die nächste Haltestelle finden könnten. Wir sprachen zwei Männer an, die noch halbwegs aussahen, als seien sie bei Verstand. Die zwei Erwachsenen versuchten und mit ihren I-Phones so gut wie möglich zu helfen. Sie sagten uns aber leider auch nur Dinge, die wir schon wussten. Nämlich, dass sich die nächste Bushaltestelle an einem Platz, etwa eine Stunde Fußmarsch entfernt, befand. :(

Nach weiteren sinnlosen Befragungen von Betrunkenen Leuten, gaben wir auf, und liefen mit Hilfe von GPS (Maries Handy) durch die Straßen von Paris. Wenigstens regnete es dieses Mal nicht...

Wir wollten kein Taxi rufen, da das total teuer geworden wäre.

Nach exakt eine Stunde kamen wir an dem Platz an und suchten die Haltestelle für den Bus Nummer 62. Ich fand relativ schnell heraus, dass wir hier noch lange suchen konnte. Der Bus fuhr nicht an diesem Platz ab, sondern am gleichnamigen Bahnhof. Marie hatte sich vertan. So suchten wir nach einem Alternativbus und fanden Einen, dessen Endhaltestelle die Haltestelle von dem Bus 62 war, mit dem wir zu Noras Wohnung fahren konnten. Endlich im Bus genossen wir die Wärme und das Sitzen....doch nach ca. ½ Stunde schrie Marie plötzlich auf. Wir fuhren in die falsche Richtung! Großartig, besser konnte es nicht mehr laufen! Wir stiegen aus und fuhren mir dem Bus wieder zurück in die entgegengesetzte Richtung (zum Glück kam der Bus nach 10 min.). Ich schlief ein...und wurde von einem Armkniff von Janne geweckt. (Wir saßen für 1 Std. im Bus.) Nochmal fünf min. Laufen, dann kamen wir an der Station an, von der die 62 ERST IN 28 MIN. fahren sollte!!!! Marie verabschiedete sich von uns und lief zu sich nach Hause (ihr zu Hause war nur noch 10 min. entfernt).

Janne, Makbule, Gergö und ich warteten also eine halbe Stunde in der Kälte....Der Bus kam, wir fuhren 20 min. und freuten uns, nur noch einen kleinen Fußmarsch von Noras Wohnung entfernt zu sein, als uns klar wurde, dass wir nicht wussten, wohin wir gehen sollten! Wir riefen Nora an (die übrigens mit Tim schon seit 1 ½ Std. vor der Haustür wartete, da sie ja keinen Schlüssel hatten) und sie lotste uns zu sich. Total geschafft, müde, und vor Kälte bibbernd, erklommen wir die Treppen zu Noras Zimmer und schmissen uns sofort auf unsere Matratzen. Um 6 Uhr (Sonntag) schliefen wir ein...... Und um 9 Uhr war wieder Aufwachen angesagt. Denn wir mussten nach Paris, um unsere Züge nicht zu verpassen, die am Mittag fuhren. Gergö hatte dummer Weise keinen Sitzplatz mehr für den Zug, mit dem Janne und Makbule fuhren wollten, bekommen. Dementsprechend blieb ihm nichts anderes übrig, als einen späteren zu nehmen...Mein Zug fuhr 12:43 Uhr wieder vom Gare du Nord ab. Gegen um 3 war ich in der Arche. Kurz nach meine Ankunft klopfte es an meiner Zimmertür. Emma stand vor mir und fragte mich, ob ich Lust hätte jetzt mit ins Kino mit den Behinderten zu kommen. Ich sagte zu. Ich wollte unbedingt meinen ersten Film auf Französisch im Kino sehen. ;)

Mein spontanes Mitkommen hatte sich gelohnt. Das Kino war gigantisch! Es gab mindestens 23 Kinosäle, Automaten, an denen man seine Kinokarten kaufte und einen Minisupermarkt, in dem man Getränke (Cola, Fanta, Sprite...) und Knabberzeug (Chips, Popcorn,...) erwerben konnte!!!

Massen an Menschen tummelten sich mit Michel, Michou, Leon und mir zum Kinosaal. Ich hatte mich entschieden, mich den Männern anzuschließen und „Thor“ zu schauen. Bei dem anderen Kinofilm, der noch zur Auswahl stand, konnte mir keiner so genau erklären, was die Handlung war...

Im Saal an sich gab es Sitzreihen von A bis Z und Plätze bis 50...Das Kinoticket kostete übrigens nur 4,70 Euro (ich bekam es bezahlt :) ).

Der Film war an manchen Stellen ganz witzig. Auch wenn ich nicht alles verstand war es sehr schön.

Nachdem wir wieder im Foyer waren, nutzte ich meine restliche freie Zeit für mich...

wieder Fotos --> Ambleteuse

Dienstag, 12.11.2013

Unterkunft = Haus in der Mitte Wohnzimmer ein Teil des Gemeinschaftsraumes...unser Ausblick unser Ausblick + meine WenigkeitStrand + MeerSteineAmbleteuseskysurfenskysurfenSandvom Wind aufgewehter Sandaufgewehter SandDüneStrandmeer Küste Meeresküste Landschaft wir, beim Landschaft bewundern

 

Le week-end assistants - ein Wochenende für uns

Dienstag, 12.11.2013

In der selben Woche, in der mich auch meine Eltern und meine Schwester besucht hatten, fand „le week-end assistants“ statt. An diesem Wochenende sollten nur Assistenten/ Betreuer zusammen kommen und gemeinsam zwei Tage verbringen. Zum näheren Kennenlernen. Wo? Das fand ich erst einen Tag vorher heraus: Es ging nach Ambleteuse. Dieser kleine Ort liegt am Meer, am nördlichsten Zipfel Frankreichs und in der Nähe von Boulogne sur mer. Dort gibt es auch eine Arche mit 7 Foyers. Die Arche stellte uns ein Haus für unser Wochenende zur Verfügung. Eigentlich sollten alle Freiwilligen am Freitag Abend anreisen, doch da Mona und ich in der Dekorationsgruppe waren, sollten wir mit Martine (Responsable) schon am Nachmittag vorfahren, um alles im Haus Vorzubereiten (durch saugen, Einkäufe einräumen). Zwar waren Mona und ich nicht die einzigen in der Gruppe, doch Maeva und Coralie hatten keine Zeit. So blieb alles an uns hängen. Es gab auch noch eine andere Gruppe, die für die Animation zuständig war.

Als Mona und ich unsere vorübergehende Unterkunft sahen, staunten wir nicht schlecht. Das Haus grenzte fast direkt am Meer!!! In der ersten Etage befand sich das Wohnzimmer mit zwei riesigen Fenstern, durch die man einen unglaublich schönen Blick auf das Meer hatte. Die Zimmer der zweiten Etage waren für die Betreuer reserviert und die dritte Etage gehörte schließlich uns Freiwilligen. Ein großer Gemeinschaftsschlafraum unterm Dach. Acht Betten standen links und rechts aufgereiht, für jeden von uns Eins.

Als alle Assistenten am Abend beisammen waren, wurde gegessen, gequatscht und gespielt. Dann bereiteten wir unsere Betten vor und gingen irgendwann schlafen (also „wir“ waren: Giulia, Mégane, Mona, Emma, Magalie, Corlalie, Leon und ich).

Am Samstag standen Mona und ich schon etwas früher auf, um uns um das Frühstück zu kümmern. Es gab Croissantes und Baguette :)

Nach einem kleinen Gebet in einer Kathedrale der Arche von Ambleteuse und einer sehr, sehr langweiligen Messe, gehalten von einem französischen Kanadier (??? kann man das so schreiben??? er ist Kanadier und lebt seit 25 Jahren in Frankreich – man aber trotzdem voll seinen englischen Akzent heraus gehört), entschieden wir uns, einen Spaziergang entlang der Küste zu machen. Der Strand, das Meer, die Aussicht waren so schön, dass wir die Zeit völlig vergaßen und erst nach drei Stunden zurück kehrten. Allerdings war es auch total windig!!! Durch den Wind flog der ganze Sand wie ein Teppich vor einem her.

Für den Abend hatte sich die Animationsgruppe kleine Gemeinschaftsspiele ausgedacht. Alles zum Thema Vertrauen. Später ging ich noch mit ein paar anderen Leuten in die einzige Bar, die der Ort zu bieten hatte...

Am Sonntag gab es wieder Andachten, bei denen ich diesmal aber nicht dran teilnahm (war freiwillig). Nachdem alle wieder gekommen sind, packten wir alles zusammen und reisten ab.

Ich muss mir eingestehen, dass ich das Wochenende wirklich sehr schön fand und es auch unser gegenseitiges besseres Kennenlernen gefördert hat. Das einzige Manko war, dass der Wind vor allem in der Nacht so stark war, dass man wegen der Geräusche und des Windzuges (der immer durch die vielen kleinen Lücken an Fenster und am Dach entstand - weil das Haus schon etwas älter war), schlecht schlafen konnte. Generell war es auch etwas kalt. Wir hatten kein warmes Wasser und die Heizungen funktionierten auch nicht richtig...

Egal- trotzdem war es toll! Mal ein Wochenende nur für uns.

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